Wanderungen im Piešťaner Gebiet

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Das berühmte Heilbad Piešťany
Piešťany ist vor allem dank des Heilbades weltbekannt, das sich auf Behandlung und Heilung von Erkrankungen des Bewegungsapparates orientiert. Die ersten Kurhäuser – das Napoleon Bad, das bis heute genutzt wird, wurde Anfang des 19. Jahrhunderts gebaut. Der wirkliche Aufschwung des Heilbades kam allerdings erst nach seiner Vermietung an die Familie Winter. Dadurch wurde das Heilbad von urgästen aus dem Ausland besucht. Das Heilbad von Piešťany ist ein modern errichtetes Areal mit Hotels und Kureinrichtungen in der malerischen Umgebung der Kurinsel und des Stadtzentrums. Auf der Kurinsel befi ndet ein Komplex von historischen Objekten, zu denen auch das Kurhotel Thermia Palace oder die Balneotherapie Irma gehören. Das Hotel Thermia Palace, gebaut im Jugendstil, ist der architektonische Schmuck des Heilbades. Im nördlichen Teil der Kurinsel sticht das Balnea Zentrum hervor - ein moderner Gebäudekomplex mit den Hotels Balnea Esplanade, Balnea Palace, Balnea Splendid und Balnea Grand.

Auf den Spuren ferner Vergangenheit
Ein herrlicher Ausblick wird sich jedem bieten, der auf den Berg Kostelec hinaufstiegen ist. Dieser erhebt sich über der Gemeinde Ducové. Ab Mitte des 9. bis zum 10. Jahrhundert war hier der Sitz eines großmährischen Magnaten. An die fernen Zeiten wird durch die konservierten Mauern der Objekte der Rotunde sowie auch der Wohn- und Wirtschaftsräumlichkeiten erinnert, die von einer renovierten Palisadenbefestigung umrahmt werden. Dieses archäologische Denkmal in der Natur befi ndet sich 7 km nordöstlich von Piešťany. Organisatorisch gehört die Rotunde in Ducové zum Balneologischen Museum von Piešťany, als eine seiner Expositionen. Die Lokalität ist ein Nationales Kulturdenkmal.

Dorfbilder
Am Fuße der Kleinen Karpaten, 5 km von Piešťany entfernt, befindet sich die Gemeinde Krakovany, wo Sie ein privates ethnographisches Museum fi nden können – Hinter dem Krakovany Tor. Wenn Sie neugierig sind, was alles hinter seinen Toren sich befi ndet, sind Sie hier herzlich willkommen und es wird Ihnen ermöglicht in die Vergangenheit hineinzuschauen. Die ganze Museumsexposition dokumentiert nicht nur das Leben der Bürger von Krakovany, sondern auch der umliegenden Dörfer. Im Wirtschaftsteil befi nden sich Werkzeuge und Arbeitsgeräte die in der Vergangenheit zur Bodenbearbeitung, Lebensmittelverarbeitung sowie auch zur Ausübung von verschiedenen Wirtschafts- und Hausarbeiten genutzt wurden.

Über die Reisen des großen Seefahrers
Wenn Sie das über 600 Jahre alte Städtchen Vrbové besuchen, werden Sie bei jedem Schritt seiner reichen Geschichte begegnen. Zu den bedeutenden historischen und Kulturdenkmälern gehören die gotische Kirche des hl. Martin aus des 12. Jahrhunderts , der „schiffe Turm“ – ein Glockenturm mit einer Abweichung von der Vertikalachse von 99 cm aus dem Jahre 1835, die evangelische Kirche aus dem Jahre 1929 sowie auch die jüdische Synagoge von 1883, gebaut im orientalischen Stil. Interessant ist auch die moderne Kirche (mit einer Kapazität von 1000 Menschen) aus dem Jahr 1997, geweiht dem hl. Gorazd, dem ersten slowakischen Heiligen. Neben diesen Sehenswürdigkeiten kann man in Vrbové auch das Gebäude der Renaissancekurie aus dem Ende des 17. Jahrhunderts bewundern. Das Gebäude ließen die Vorfahren des berühmten Seefahrers und Abenteurer Móric Beňovský bauen, der in diesem Haus im Jahre 1746 geboren wurde. Die Adelskurie befi ndet sich in einem Reihenbauhaus an der Grenze des Friedensplatzes (Námestie slobody) und der Beňovský Straße. Seit 1873 war sie der Sitz der Ersten slowakischen Bank, später einer Lehrlingsschule. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging das Gebäude in das Eigentum der Stadt Vrbové über. Nach einer Rekonstruktion wurde das Haus für Kulturzwecke genutzt – Stadtbibliothek, historische Exposition.

In den Gewässern vom Stausee Sĺňava
Der Stausee Sĺňava entstand durch Eindeichung des Flusses Váh (Waag) Ende der 50-er Jahre des 20. Jahrhunderts. Dank günstiger Klimabedingungen, die mit den Thermalquellen zusammenhängen, gehört der Stausee zu den bedeutendsten Winterlagern der Wasservögel in der Slowakei. Auf der Vogelinsel inmitten des Stausees, die man während der Schifffahrt mit dem Ausfl ugsschiff sehen kann, nisten hier alljährlich einige Tausend Paare der Lachmöwe. Interessant ist, dass gerade hier auch die große Steppenmöwe sowie auch die Sturmmöwe zum ersten Mal in der Slowakei nisteten. Die größte Aufmerksamkeit verdient allerdings die Nistkolonie der Flussseeschwalbe. Eine Attraktion für die Touristen sind auch die majestätischen Höckerschwäne, die sich am liebsten unter der Kolonnadenbrücke versammeln. In den Wintermonaten kommen zu ihnen auch die Wildenten hinzu. Im Jahr 1980 wurde Sĺňava zu einem geschützten Gebiet erklärt.

Aus der Militärgeschichte
Auf dem Gelände des ehemaligen Militärfl ughafens in Piešťany befi ndet sich das Militärgeschichtsmuseum, das ein Bestandteil des Militärgeschichtsinstituts ist. Die Exposition präsentiert die Militärtechnik von der Ausrüstung der Tschechoslowakischen Armee von 1945 bis 1992. Das Museum bietet auf seiner riesigen Fläche den Besuchern die Möglichkeit mehr als ein Hundert Stück von schwerer und leichter Waffentechnik, Flugzeuge sowie auch Hubschrauber zu besichtigen. Ausgestellt sind sie auf einer Freifl äche und in drei ehemaligen Flugzeughallen.

Wie die Burgherren lebten
Direkt über der Gemeinde Beckov, auf einem steilen 70m hohem Felsen in einer Seehöhe von 245 m ragt eine groß angelegte Burgruine hervor, eine in der Vergangenheit mächtige Grenzwachburg, die bereits in der Anonymus Chronik aus der Wende des 12. und 13. Jahrhunderts erwähnt wird. Es war ursprünglich eine gotische Burg, später zu einem Renaissancesitz der Herrscher umgebaut. Jeder ihrer Besitzer (Matthias Tschak aus Trentschin, die Familie Ctibor oder Bánfi ) unternahmen auf der Burg bedeutende Umbauarbeiten deren Überreste (auch wegen eines Großbrandes von 1729) wir heute nur in Form konservierter Ruinen bewundern können. Die Burg von Beckov ist ein Nationales Kulturdenkmal.

Fischfang oder Adrenalin
Wenn Sie in Piešťany von der Strasse beim Flughafen nach Veľké Orvište abbiegen, dann wird eine Informationstafel bei der Gemeindekirche Sie zum Fischteich von Bašovce führen. Der Besuch dieses Ortes wird für Sie ein angenehmes Erlebnis sein, wenn Sie Erholung oder sportliche Betätigung suchen. Für die Ruhigeren bietet er die Möglichkeit zum Fischfang, eine Fischfangschule für Kinder und Anfänger sowie Beisammensitzen in einer stilvollen Fischerumwelt. Für die Mutigeren ist eine Adrenalinspezialität bestimmt – eine Seilstrecke, die einzige in der Slowakei, die auch über dem Wasser führt. Wer an der „Sportverkostung“ teilnehmen will, hat auf einer 429 m langen Strecke 22 Abschnitte mit Hindernissen verschiedener Schwierigkeitsgraden zur Auswahl. Es kommen hier Sportler sowie auch Erholungsbegeisterte auf ihre Kosten.


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